Die ASKA in China 2006
Nun schon zum vierten Mal nach 2002, 2003, 2004 sind wieder Schülerinnen und Schüler nach Shanghai zum Austausch gefahren. Insgesamt waren es 16 Schülerinnen und Schüler, die vom Schulleiter und der Kollegin Paetzold begleitet wurden. Geplant war dieser Austausch schon für den März,
aber durch innerchinesische Komplikationen war eine Durchführung nicht möglich. Nun also wieder einmal im November. Nach Vorbereitungstreffen und Informationen von und durch Herrn Wu, unseren engagierten chinesischen Partner, ging es endlich am 13.11.2006 los. Vom Flughafen Tegel flogen wir mit Aufenthalt in Amsterdam mit der KLM nach Shanghai. Alle waren aufgeregt und gespannt, was denn nun die nächsten Tage bringen würden. Bei einigen Schülern hat der Internetkontakt schon funktioniert, bei anderen nicht. Durch die Zeitverschiebung von 7 Stunden sind wir am nächsten Tag am späten Vormittag in Shanghai eingetroffen. Das Wetter war etwas trübe aber nicht so schlecht. Erwartet wurden wir von Herrn Wu und einem Vertreter unserer gastgebenden Schule mit großem Blumenstrauß. Nachdem wir unser Gepäck in einem Kleinbus verstaut hatten, erwartete uns das erste Highlight dieser Reise:
Die Fahrt mit dem Transrapid (420 km/h!!) vom Flughafen in die Stadt.
Mit der U-Bahn ging es in die Nähe des Hotels, welches wir in wenigen Minuten erreichten. Schon hier hatten wir den ersten Eindruck der vielen Menschen gewinnen können.
Nach Quartiernahme und kurzer Pause konnten wir kurz die nähere Umgebung erkunden, um dann zu unserem ersten chinesischen Essen zu kommen. Interessant und lecker wie immer, Herr Wu versucht dabei immer, die Speisen nicht allzu exotisch auszuwählen. Todmüde gingen wir dann früh zu Bett, gespannt was der nächste Tag uns bringen würde. Der Tag erwartete uns mit herrlichem Sonnenschein und blauen Himmel, so dass die Erkundung der Stadt zu Fuß und U-Bahn und Kleinbus ein rechter Genuss war.
Am nächsten Tag war es leider vorbei mit dem schönen Wetter, es war kühl und regnete immer wieder und zum Teil recht heftig. Es stand nun der Besuch bei der Schule und das Kennenlernen der Gastschüler auf dem Programm. Nach offiziellen Reden konnten sich die Schüler endlich in Augenschein nehmen. Die chinesischen Schüler nahmen die Askanier mit in den Unterricht und anschließend ging es in die Familien. Das war nun dieses Jahr neu, denn der Familienaufenthalt war um einen Tag länger als bei den vorherigen Fahrten. So soll der Austausch ja auch nach und nach intensiviert werden. Die Fahrt ist schließlich keine Sightseeing- und Shopping-Tour-Fahrt.
Der Aufenthalt unserer Schüler bei den Gastfamilien von Donnerstag bis Sonntagabend ging nicht ganz ohne Probleme ab. Frau Paetzold und auch der Schulleiter mussten beruhigend auf einige Schülerinnen einwirken, die sich etwas anderes bei den Familien vorgestellt hatten. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir uns trotz aller Großstadtbedingungen in einem ganz anderen Kulturkreis befinden, wo Lebensbedingungen und Umstände gänzlich anders sind. Man muss sich darauf einlassen. Nun, mit der tatkräftigen Hilfe von Herrn Wu konnten die Probleme letztendlich ausgeräumt werden und dem „Chinaerleben“ stand nun nichts mehr im Wege.
Nach dem Wochenende war dann ein Ausflug nach Hangzhou geplant, der auch bei glücklicherweise besserem Wetter durchgeführt werden konnte. Hier konnten die Schüler eine ganz andere Art von chinesischer Großstadt bewundern, mit Chinaromantik.
Nebenbei wurde mit großer Torte der Geburtstag von Susann gefeiert.
Am Dienstag ging es in ein historisches Wasserdorf in der Nähe von Shanghai, wobei auch das Wasser reichlich von oben kam. Trotz des Wetters wurde eine kleine Bootsfahrt unternommen, die aber sehr stimmungsvoll war. Hier in diesem Dorf konnte man die alten Häuser und deren Aufbau und Gemächer betrachten und einen kleinen Einblick davon bekommen, wie es im China der Vergangenheit ausgesehen haben mag. Herr Wu führte uns sicher durch die engen Gassen und war uns stets ein verlässlicher Auskunftsgeber.
Zurück in Shanghai erwartete uns am Abend ein großes „Pekingente – Essen“, einfach lecker.
Am nächsten Tag, Mittwoch, unserem letzten Tag,
ging es dann nun wirklich ans Einkaufen. Viele unserer Schüler haben diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Am Abend dann: Unsere Abschiedsparty im Hotel: Reden, Karaoke und Buffet.
Die Gasteltern zeigten sich offener als in den letzten Jahren, so dass es ein gelungener und lustiger Abend wurde. Wieder wurde ein Geburtstag gefeiert, nach chinesischer Rechnung wurde Julian 18, nach europäischer (leider?) erst 17.
Die Schule schenkte uns 40 deutsch-chinesische Wörterbücher, alle mit Widmung des Schulleiters und einem Stempel der chinesischen Schule.
Mit Verspätung verließ die KLM – Maschine am nächsten Tag Shanghai, so dass wir uns beim Umsteigen in Amsterdam arg beeilen mussten, um unseren Heimflug nach Berlin zu bekommen. Glücklich, müde und ziemlich pünktlich in Berlin gelandet, stellten viele der Chinareisenden fest, dass ihr Gepäck nicht vollständig vorhanden war. Das war ein Schlusspunkt, der noch für eine kleine Verzögerung sorgte. Wie zu vernehmen war, ist das Gepäck aber vollständig in nächsten Tagen angeliefert worden.
Fazit : Es war wieder eine tolle Reise, die den Horizont der Schülerinnen und Schüler sehr erweitert hat. Leider hatten einige wenige falsche Vorstellungen von der Reise und den Begebenheiten, die sie dort erwarteten. Das führte zu Missverständnissen und Enttäuschungen, die nicht hätten sein müssen, wäre man etwas offener auf die Situationen zugegangen. Man muss sich auf Fremdes einlassen, neugierig sein und seinen eigenen Erfahrungsbereich zurückstellen können. Gelingt das, vielleicht auch im Nachhinein, dann wird jeder von der Reise begeistert gewesen sein.
Bis zum nächsten Mal
U. Forwergck