ASKA im Blickpunkt | |
| <<< Seite 2 | |
Das „Nono-Projekt” In den letzten drei Jahren wurden in über 70 Schulen in ganz Europa Schulprojekte durchgeführt, die sich mit der Komposition "il canto sospeso" des italienischen Komponisten Luigi Nono beschäftigten. In seinem Stück, das Nono 1956 als Auftragsarbeit für den WDR schrieb, verwendete er Briefe von Widerstandskämpfern des zweiten Weltkriegs. Nono war nach eigener Aussage von den Briefen so berührt, dass er Sie zur Grundlage seiner Komposition machte. Beides ist Grundlage des Nono-Projekts "2NONO5" an der ASKA, das am 8. Mai 2005 mit einer Eröffnungsveranstaltung im Aula-Vorraum der Öffentlichkeit präsentiert wird. Schon jetzt bekommt man dort einen kleinen Vorgeschmack: Die seit Dezember letzten Jahres dort installierte blackbox (siehe Foto) ist das verkleinerte Modell einer von Schülern gestalteten, begehbaren Ausstellungsfläche, die es den Besuchern ermöglicht, den hektischen Schulalltag für einen Moment hinter sich zu lassen und zu einer Begegnung mit dem schwierigen Thema zu finden. Neben der Ausstellung werden zweitägige Workshops (Tanz, Lyrik, Film, Theater u. a.) zu künstlerischer Auseinandersetzung mit dem Thema einladen. Zwei Aufführungstermine am Montag und Donnerstag (9. und 12. Mai) bieten den beteiligten Schülern die Möglichkeit, vorbereitete Arbeiten und Workshop-Ergebnisse vorzustellen. Die Idee des Nono-Projekts geht auf die Initiative der "Fondazione L'Unione Europea Berlin" zurück (www.incontri-europei.de/stiftung), die über die gemeinsame Beschäftigung mit dem Stück ein europäisches Netzwerk "Le Scuole di Pace" schaffen möchte. Viele der bisherigen Schulprojekte sind unter www.nonoprojekt.de einzusehen. Das Nono-Projekt an der ASKA wird fortlaufend unter www.2NONO5.de.vu dokumentiert. Hier kann man auch Fragen oder Anregungen an die Schüler-gruppe richten, die jetzt dabei ist, das Projekt auf den Weg zu bringen.
Spendensammlung an der ASKA: 1.037 € für die Flutopfer Gleich am ersten Tag nach den Weihnachtsferien begann die Spendensammlung für die Opfer der Flutkatastrophe in Südostasien. Das erhoffte 1.000-€-Ziel ist mit Hilfe des engagierten Einsatzes der Ethikgruppe der Klasse 7f und der unermüdlichen Bemühungen unseres Hausmeisters Andy Ayinde sogar knapp übertroffen worden. Die 1.037 € sind bereits je zur Hälfte auf die Spendenkonten von UNICEF und DRK überwiesen worden. Mit beiden Organisation arbeiten wir schon traditionell zusammen (Weihnachtskartenstand von UNICEF, Beslan-Spende, Irak-Spende).
Persönlichkeiten der ASKA-Geschichte Zum 65. Geburtstag von Rudi Dutschke Rudi Dutschke wurde am 7. März 1940 in Schönefeld bei Luckenwalde (Brandenburg) geboren, wo er im Jahre 1958 sein Abitur ablegte. Allerdings durfte er wegen seiner christlichen Einstellung und seiner kritischen Haltung zur SED in der DDR nicht studieren. So strebte er das Studium an der Freien Universität im Westteil Berlins an. Da das Ost-Abitur im Westen nicht anerkannt wurde, kam er im Schuljahr 1960/61 an die ASKA, die eigene Ost-Klassen eingerichtet hatte. Nach seinem Abitur im Juni 1961 musste er wegen des Mauerbaus am 13. August 1961 auch seinen Wohnsitz in den Westen verlegen. Die plötzliche Trennung von seinen Eltern und Brüdern führte dazu, dass sich seine erste größere politische Aktion gegen den Mauerbau richtete. Weltbekannt wurde Dutschke während seines FU-Studiums als geistiger Kopf der Studenten-bewegung und des "Sozialistischen Deutschen Studentenbundes" (SDS). Er strebte für Deutschland einen demokratischen Sozialismus als dritten Weg jenseits von Kapitalismus im Westen und Stalinismus im Osten an. Prägend war die Solidarität mit den Völkern der Dritten Welt und der Kampf gegen den Vietnam-Krieg. Eine Hetzkampagne der Boulevardpresse führte am 11. April 1968 zum Attentat auf Dutschke, an dessen Spätfolgen er am Heiligabend 1979 im dänischen Aarhus starb. Im Jahr seines Todes war Dutschke am Gründungsprozess der Grünen beteiligt.P. Klepper | |